„Wussten Sie schon?“ – Zahlen und Fakten aus dem SWA

Wussten Sie schon … dass die Firma Mey & Edlich aus Leipzig-Plagwitz das (wohl) älteste Versandhaus Deutschlands ist? 1886 brachte es den ersten bebilderten Versandkatalog heraus und führte die Lieferung an die Kunden per Post ein. Damit gilt der Firmeninhaber Ernst Mey als Begründer des deutschen Versandgeschäfts. Bekanntestes Produkt des Unternehmens war der „Mey-Kragen“ aus Papier, später mit Wäschestoff überzogen. Nach dem 2. Weltkrieg wurde der Sitz nach Westdeutschland verlegt, die Leipziger Produktionsstätte verstaatlicht. Nach der Insolvenz 2004 erfolgte 2007 ein Neustart als Versandhaus wieder mit Sitz in Leipzig.

Abbildung: Der Katalog aus dem Jahr 1914 und andere Dokumente der Firma werden im Sächsischen Wirtschaftsarchiv e.V. verwahrt.


Wussten Sie schon … dass die Grundlage der industriellen Massenproduktion von Papier, die Herstellung mittels Papierschliff, um 1845 von Friedrich Gottlob Keller aus Hainichen erfunden wurde und dieses Verfahren durch die Firma Kübler & Niethammer in Kriebstein 1861 zur fabrikmäßigen Produktion geführt wurde? Auch später war die zeitweise größte in Familienbesitz befindliche Papierfabrik Deutschlands durch die Übernahme neuer Techniken und Verfahren v.a. aus Amerika und eigene Patente führend für die Entwicklung einer modernen Papierindustrie in Deutschland.

Die archivische Überlieferung von Kübler & Niethammer ist im SWA gesichert und nutzbar und ein für die sächsische Industriegeschichte sehr bedeutender Archivbestand.

Abbildung: Amerikanische Patentanmeldung für das „Verfahren und Maschine zur Herstellung von scheibenförmigen Stammabschnitten für Cellulosefabrikation“, 1893.


Wussten Sie schon … dass das Schaubek-Album seinen Namen aus der Umstellung des Namens (Anagram) seines Erfinders Gustav Bauschke erhielt? Die Permanent-Ausgabe des Albums (mit auswechselbaren Blättern und der Möglichkeit des Einfügens von Nachträgen) ermöglichte und ermöglicht dem Sammler, sämtliche Briefmarken eines Landes oder Kontinents in chronologischer Reihenfolge des Erscheinens in einem Album zu sammeln; Abbildungen aller Marken zeigen genau, welche Marken noch fehlen.

Im Unternehmensbestand des Schaubek-Verlages, der im SWA hinterlegt ist, findet der interessierte Nutzer über 270 verschiedene Exemplare des Albums, beginnend bei der 2. Auflage von 1872. Die Abbildungen zeigen die 11. Auflage aus dem Jahr 1889.